Buchempfehlung F. Renggli

NEUERSCHEINUNG

Unsere Frühesten

Verletzungen

Wie frühkindliche, emotionale Verletzungen unsere Paarbeziehung und unseren Umgang mit eigenen Kindern beeinflussen und auch beinträchtigen können – und wie es möglich ist, aus Negativspiralen auszusteigen und befriedigende Beziehungen zu Partner/Partnerin bzw. Kindern zu erreichen.

Schwerpunkte im Buch sind u.a.:

  • Pränatale Körperpsychotherapie
  • die emotionale Relevanz der Empfängnis für das spätere Leben
  • lebenslang wirkende Prägungen durch schwierige Schwangerschaften und durch die frühe Mutter-Kind-Beziehung
  • Schwierigkeiten von Babys beim Stillen und beim Schlafen
  • Dynamiken in Paar- & Familienbeziehungen
  • Umgang mit heftigen Gefühlen & emotionalen Verletzungen
  • Gelingende Kommunikation in einer Paarbeziehung
  • Psychische Abspaltungen von Gefühlen
  • Opfer- und Täter-Dynamiken
  • Mein Konfliktmodell

Es handelt sich um ein informatives, allgemein verständliches Sachbuch, wo anhand von vielen Fallbeispielen die Ursache und Wirkung von frühkindlichen, emotionalen Verletzungen aufgezeigt werden und Lösungsansätze für die Transformation früher Traumata formuliert werden.

Dir als Leserin, Leser soll die meist unbewusste Wirkung frühkindlicher, emotionaler Verletzungen aufgezeigt werden, welche Konsequenzen diese in Paaren und Familien haben und wie diese frühen Verletzungen allmählich reduziert werden können um sie auszuheilen.

 

Dieses Buch ist für Dich, wenn Du:

  • ganz breit an Psychologie interessiert bist
  • Interesse am adäquaten Umgehen mit und dem Auflösen von Trauma-Folgen/-Symptomen hast
  • an Körperpsychotherapie interessiert bist
  • als Elternteil, Kinder hast, bei denen das «Erziehen» immer mal wieder zu Schwierigkeiten führt
  • wenn Du in deiner Paarbeziehung manchmal von heftigen Konfliktsituationen erschüttert bist oder sie dadurch getrübt worden ist

Überall wo menschliche Konfliktsituationen oder Schwierigkeiten auftauchen, zeigt mein Buch neue, unbekannte Lösungsmöglichkeiten auf: vielleicht sind all’ diese schwierigen Gefühle jetzt nur ein Hinweis für einen Neuanfang, wenn Menschen bereit sind nach innen zu hören – und den eigenen Urverletzungen am Lebensanfang auf die Spur zu kommen. Mit dieser Grundhaltung wollen wir, als Eltern ein Kind nicht erziehen, sondern sind bereit, auf seine Botschaft zu hören, die es uns bringen möchte. Als Partner/-in in einer Liebesbeziehung verstehe ich besser, warum sich mein Gegenüber so verhält, und was die Ursachen dafür  sein könnten.

 

Das Neue, Besondere an meinem Buch:

Durch die pränatale Psychologie werden Psychologie und Spiritualität stärker und enger miteinander verbunden. Konflikte sind letztlich eine Möglichkeit den Ursprung der eigenen Verletzlichkeit kennen zu lernen und damit verbunden den göttlichen Kern in allen Menschen, in sich, im/in der Partner/-in und im eigenen Kind – eine neue Dimension der Hoffnung, die uns zum Sinn des Lebens führen kann.

 

 

Rezension zum Buch ” Unsere frühsten Verletzungen – und wie sie in Beziehung ausheilen können.” von Franz Renggli

 

Dr. Antonia Stulz-Koller

In seinem neuesten Buch mit dem Titel:” Unsere frühsten Verletzungen – und wie sie in Beziehung ausheilen können.” berichtet der Psychoanalytiker und Körperpsychothera-peut Franz Renggli, der studierter Zoologe ist, eindrücklich aus seinem langen Berufsleben.

In einer Einführung beschreibt er das Fundament, auf dem seine Arbeitsweise beruht. Zentral sind dabei wissenschaftliche Erkenntnisse aus der Prä- und Perinatalpsychologie, seine jahrelange Erforschung der eigenen Biografie mit den transgenerationalen Aspekten und sein spirituelles Verständnis der Lebenszusammenhänge, das er auf seine ausdrucksstarke, sehr authentische Weise darlegt. Dabei beschäftigt ihn, warum Hochkulturen seit jeher in ihrer städtischen Realität im Gegensatz zu Stammeskulturen ihre Neugeborenen von den Müttern trennen. Ausführlich erklärt er seine Hypothesen, zu welchen psychischen Belastungsreaktionen und Krankheiten dieser gewaltsame, kulturelle Eingriff führen kann.

 

Detailreich lässt Franz Renggli uns danach an psychotherapeutischen Sitzungen mit Babys, Kleinkindern und ihren Eltern teilhaben. Bedeutsam ist dabei, wie es ihm immer wieder von Neuem gelingt, einen wertefreien Raum für die Familien aufzuspannen, der einlädt, sich vertrauensvoll niederzulassen und sich so sicher zu fühlen, dass die Schwierigkeiten im Hier und Jetzt, die zur Anmeldung geführt haben, sich manifestieren dürfen. Franz Renggli nimmt in diesen psychotherapeutischen Prozessen von Anfang an körperliche und emotionale, kleinste Veränderungen der einzelnen Familienmitglieder wahr, meist im Sinne einer Reaktion in ihm, einer körperlichen und emotionalen Gegenübertragung. Diesem Faden folgt er mit Gesten und Wörtern und bringt den Prozess in Gang. Dabei gelingt es ihm zusammen mit den Familienmitgliedern Erinnerungen und Körperreaktionen frühsten Erfahrungen zuzuordnen, die nicht selten zu transgenerationalen Verletzungsmustern gehören. Der Schlüssel ist die Frage: “Was spürst Du jetzt in Deinem Körper?”
Dieses Aufräumen und Ordnen wird in allen Fallgeschichten genau beschrieben und führt zu einer Entlastung der Kinder, da sie, wie in der Kinderpsychiatrie bekannt, die Symptom nicht länger tragen müssen.
Eindrücklich zeigt Franz Renggli, wie er mit seiner zugewandten Haltung auch heftige Krisen mit längerem Schreien eines Kindes ruhig, vollumfänglich präsent und mit Zuversicht aushält, versuchend die Botschaft des Kindes zu entschlüsseln und gleichzeitig mit seiner Haltung den Eltern modellhaft beizustehen. Mit gezielten Fragen gelingt es ihm auch in diesen Momenten Belastungsfaktoren aus den Biografien der Eltern aufzuspüren und mit der Familie in Worte gefasste Narrative zu entwickeln. Es geht Franz Renggli dabei nicht in erster Linie um das Aufdecken von Verletzungsmustern, sondern viel mehr um die heilende Neuerfahrung in der aktuellen Psychotherapiesitzung.

Auch in den Psychotherapiesitzungen mit Paaren kann der Leser Franz Renggli über die Schulter schauen und wird Zeuge, wie Frustrationen, Wut und andere starke Gefühle gegenüber dem Partner, der Partnerin, die Sprache von frühen Verletzungsmustern sind.

Franz Renggli lässt uns auch teilhaben, wie er eine Gruppe von Fachkräften, die im Einverständnis mit den Paaren und Familien anwesend sind, durch ihre haltgebende Präsenz und das Spiegeln von einzelnen Aspekten gezielt einsetzt.

Abschließend  fasst Franz Renggli “Kernerfahrungen” aus seiner Arbeit mit Paaren, aus seinem eigenen Leben und Erkenntnisse aus der Selbsterfahrung zusammen im Sinne eines Orientierung gebenden Leitfadens, um gesund in einer Paarbeziehung leben zu können.
Der notwendigen Überwindung der Spaltung in eine Opfer- und Täterseite bei zerbrochenen Beziehungen widmet er ein eigenes Kapitel mit einem weiteren lehrreichen Fallbespiel, wobei er differenzierend auf  das Erkennen von gefährlichen Machtstrukturen eingeht. Sein Konfliktmodell für Paare wird erklärt. In gegenseitigem Vertrauen soll vom Paar ein virtueller Raum mit sicheren Grenzen entwickelt werden, in welchen sich eine Person zurückziehen kann, wenn starke Gefühle aktiviert wurden, ohne dass der andere befürchten muss, dass mit dem Rückzug die Beziehung abgebrochen wird. Es geht Franz Renggli einmal mehr darum, Menschen, die in eine Krise geraten sind, Mut zu machen, auf die Widrigkeiten zuzugehen und sich den hinter der Krise verbogenen frühesten Verletzungsmustern zu stellen, um auch die verborgenen Ressourcen zu entdecken.

Was nach dem Schließen des Buches bei mir bleibt, ist das große  Engagement von Franz Renggli für leidende Menschen in einer Krise, sein offenes Herz, den psychotherapeutischen Prozess im Tempo, in welchem die Betroffenen ihn mit Körper und Seele erspüren, wahrnehmen und integrieren können, zu begleiten und sein Wunsch seine innere Landkarte, was die Welt zusammenhält, anderen psychotherapeutisch oder beraterisch tätigen Menschen zu vermitteln. Dabei möchte er uns allen Mut machen, uns unseren frühsten Verletzungsmustern und Blockaden zu stellen und dabei auch unsere Kraft und verborgene Talente aus dieser frühsten, durch die schnelle Entwicklung in unserem Menschwerden sehr vulnerable Lebenszeit zu entdecken. Nur so – es ist seine tiefste Überzeugung – kann auch unsere durch die großen Veränderungen tief verängstigte Gesellschaft gesunden und konstruktive, friedfertige Lösungen für die anstehenden, globalen Probleme finden.

  

Zürich, den 28. Februar 2026